Satellitenseminar mit Ingo Stützle 25. Juni um 19 Uhr RLS Berlin

valeanto am 14. Juni 2013 um 18:51

Wie Marx mit der Europäischen Zentralbank klarkommt

daskapitallesen2013Wer im ersten Band des marxschen Kapitals im dritten Kapitel angelangt ist, in dem es um das Geld und die Geldfunktionen geht, stellt sich unweigerlich die Frage: Marx setzt ständig voraus, dass Gold die Rolle des Geldes übernimmt. Ist das heute immer noch so? Wenn nicht: Bricht Marx’ Argumentation an diesem Punkt nicht wie ein Kartenhaus in sich zusammen? Schließlich ist die Geldware ein wichtiger Unterschied zu Neoklassik und keynesscher Theorie. Sie haben kein Problem damit, dass seit Jahrzehnten kein Goldwährungssystem mehr herrscht. Aber: Zeigt nicht der in der Krise gestiegene Goldpreis grade, dass Marx eben doch recht hatte? Liefert Marx’ Werttheorie nicht doch eine adäquate Geldtheorie, die mit der Europäischen Zentralbank ebenso klarkommt wie mit anderen modernen Phänomenen – nicht nur in der Krise?

Datum: 25. Juni, 19 Uhr

Ort: Rosa-Luxemburg-Stiftung, Franz-Mehring-Platz 1, 10243 Berlin, SR 1, 1 OG.

Satellitenseminar mit Michael Heinrich – 29.05.2013 – 19 Uhr – RLS Berlin

valeanto am 6. Mai 2013 um 18:04

Der Fetisch: von Geheimnissen, okkulten Qualitäten und Mystifikationen der kapitalistischen Produktionsweise

daskapitallesen2013Die marxsche Kapitalismusanalyse ist nicht nur mit Mehrwertproduktion und Ausbeutung befasst, sondern auch mit dem Fetisch, dessen erste Gestalt bereits zu Beginn des Kapitals behandelt wird. Die Fetischformen erzeugen zwar eine Welt des Scheins, doch sind sie zugleich harte Realität und nicht etwa nur «falsches Bewusstsein». Auch beschränkt sich der Fetischismus keineswegs auf die Ware. Die Analyse von Fetischformen und Mystifikationen durchzieht alle drei Bände des Kapitals. Sie kulminiert in der Untersuchung der «Trinitarischen Formel», mit der Marx die «verzauberte, verkehrte und auf den Kopf gestellte Welt» des kapitalistischen Alltags auf den kritischen Begriff bringt.

Datum: 29. Mai 2013

Ort: Rosa-Luxemburg-Stiftung, Franz-Mehring-Platz 1, 10243 Berlin, SR 1, 1 OG.

Das Kapital lesen – jetzt auch in Frankfurt!

valeanto am 22. April 2013 um 13:49

Das_Kapital_lesen_2013Angesichts der Wirtschaftskrise, des drohenden Zerfalls der Europäischen Union und einer zunehmend verwirrenden Fiskalpolitik, suchen wir nach Antworten. Antworten, die über den Tellerrand hinaus schauen und das System als Ganzes begreifen und verändern wollen.

Wir glauben, dass Marx’ »Kapital« dazu immer noch viele spannende Ansätze gibt, von denen wir lernen können. Und da alleine lesen nicht sehr interaktiv ist, veranstalten wir hierzu einen Lesekreis. Hierzu sind alle Interessierten eingeladen! Vorkenntnisse sind nicht notwendig. Gelesen wird »Das Kapital« von Karl Marx in der Marx-Engels-Werke Ausgabe Band 23 (MEW 23).

 

JEDEN DIENSTAG, AB DEM 16.APRIL 2013, 20:00 UHR RAUM IG 454 IG-FARBEN HAUS/CAMPUS WESTEND MIT DOZENT DR. THOMAS GEHRIG

http://www.hessen.rosalux.de/news/39399/das-kapital-lesen-jetzt-auch-in-frankfurt.html

1. Marx-Frühjahrsschule (3.-5.5.2013) Rechtskritik bei Marx und Paschukanis

valeanto am 10. April 2013 um 12:15

Flyer_Marx-Fr_Schule_CoverIn unserer modernen Gesellschaft scheint ein Leben ohne Recht nicht denkbar zu sein. Alle Lebensbereiche von der Mietwohnung bis zur Ausländerbehörde sind juristisch konstituiert. Die Frage, was Recht eigentlich ist – sowohl dem Inhalt als auch der Form nach –, und welche gesellschaftlichen Ursachen es hat, wird in täglichen Auseinandersetzungen und sozialen Kämpfen oft gar nicht mehr gestellt. Woher kommt die Vorstellung, alle Menschen seien frei und gleich? Was steckt hinter der formellen Gleichheit? Wieso nehmen bestimmte gesellschaftliche Beziehungen Rechtsform an? Wie kommt es zur Herausbildung des bürgerlichen Rechts und des modernen Staates?

Anmeldung und Programm: http://marxherbstschule.net/10/

 

Marx goes PowerPoint. 2. Auflage erschinen

Ingo am 12. März 2013 um 18:00

 

Seit einigen Jahren klettert Marx aus der Mottenkiste. Soziale Verwerfungen im globalen Kapitalismus, die Schwächen herrschender Erklärungsansätze für wirtschaftliche Zusammenhänge und schließlich die seit den 1990er Jahren den Erdball erschütternden Krisen sorgen für eine erneute Beschäftigung mit Marx’ Gesellschaftsanalyse. Insbesondere eine jüngere, von ideologischen Grabenkämpfen unbeleckte Generation liest wieder das Kapital. An Universitäten, in Bildungseinrichtungen, bei  Gewerkschaften oder in Wohnzimmern wird die Kritik der politischen Ökonomie in kleinen Gruppen diskutiert.

PolyluxMarx möchte diesen Prozess unterstützen. Das Arbeitsmaterial ist eine Sammlung kommentierter PowerPoint-Folien, die auch auf der Webpräsenz einzelnen vorgestellt werden. Zentrale Argumentationsgänge des Kapital werden illustriert, einführende Texte und knappe Hinweise zu Methode und Didaktik erleichtern die Lektüre.

Valeria Bruschi, Antonella Muzzupappa, Sabine Nuss, Anne Steckner, Ingo Stützle: PolyluxMarx. Bildungsmaterial zur Kapital-Lektüre, 136 Seiten, inkl. CD, 19,90 Euro, ISBN 978-3-320-02286-0, Karl Dietz Verlag Berlin

PolyluxMarx ist im Rahmen der politischen Bildungsarbeit der Rosa-Luxemburg-Stiftung entstanden und beim Karl Dietz Verlag erschienen. Für Rückfragen steht Ihnen Antonella Muzzupappa telefonisch unter (030) 44310-421 oder per Mail zur Verfügung. Rezensionsexemplare erhalten Sie direkt über den Karl Dietz Verlag, Telefon (030) 29784533 und 29784534 oder Mail.

www.polyluxmarx.de

Geschützt: K2/3 Wertspur Bremen 2014

wertspur-bremen am 6. Februar 2013 um 17:44

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Geschützt: Wertspur Bremen 2014

wertspur-bremen am 2. Februar 2013 um 20:36

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Satellitenseminar mit Eva Bockenheimer, 28.11.2012 um 19.30 Uhr, RLS Berlin

valeanto am 15. November 2012 um 14:38

Marx und die Hegelsche Dialektik

Ein wesentliches Anliegen von Marx und Engels war, den Sozialismus von der Utopie zur Wissenschaft zu erheben, damit er nicht bloß «geglaubt» oder «ersehnt» werden muss, sondern rational begründet werden kann. Auch seine historisch-materiellen Voraussetzungen sollten benannt werden können. Kurz: Eine Reflexion der Methode wissenschaftlicher Forschung und Darstellung war nötig. Marx bezeichnet seine Methode als «dialektisch » und stellt sich damit bewusst in die Tradition der Hegelschen Philosophie. An ihrem Kern hält er fest, kritisiert aber ihre mystifizierte Form. Laut Marx ist die Dialektik «dem Bürgertum […] ein Gräuel, weil sie in dem positiven Verständnis des Bestehenden zugleich auch das Verständnis […] seines notwendigen Untergangs einschließt, jede gewordene Form […] auch nach ihrer vergänglichen Seite auffasst, sich durch nichts imponieren lässt, ihrem Wesen nach kritisch und revolutionär ist.» (MEW: 23, 28) Was genau das dialektische Denken auszeichnet und worin sich die Marxsche Dialektik von der Hegelschen unterscheidet – darum geht es in diesem Satellitenseminar.

Datum: 24.10.2012, 19.30 Uhr  

Ort: Rosa-Luxemburg-Stiftung, Franz-Mehring-Platz 1, 10243 Berlin, SR 1, 1 OG.

 

 

Aus dem Morgen-Briefing des “Handelsblatt” (12.10.2012)

valeanto am 12. Oktober 2012 um 12:19

Marx, der Sieger…

“Lesen gefährdet die Dummheit. Deshalb haben wir – und ‚wir’ heißt in diesem Fall die Leserinnen und Leser des Handelsblatts und die Redaktion dieser Zeitung – die 50 wichtigsten Wirtschaftsbücher aller Zeiten zusammengestellt. Sie finden sie in unserer heutigen Ausgabe. Überraschungssieger ist ein Mann, den Sie zwar kennen, aber hier nicht erwartet hätten: Karl Marx. Er hat die immer wiederkehrenden Krisen des Kapitalismus vorhergesagt. Pflichtlektüre für alle, die noch immer glauben, unsere Wirtschaft strebe einem natürlichen Gleichgewicht entgegen.”

Satellitenseminar mit Christian Frings, 24.10.2012 um 19.30 Uhr RLS Berlin

valeanto am 9. Oktober 2012 um 17:21

Die neue Marx-Lektüre des frühen Operaismus

Der Verzicht der kommunistischen Parteien im Westen auf revolutionäre Klassenpolitik und der Arbeiteraufstand im sozialistischen Ungarn 1956 stürzten den Marxismus in eine tiefe Krise. Einer der interessantesten Versuche, sich Marx’ Kritik der politischen Ökonomie auf neue Weise anzueignen und für radikale Arbeiterpolitik fruchtbar zu machen, ging von einer dissidenten Strömung in Italien aus. Die Gruppe um die ab 1961 erscheinenden «Quaderni Rossi» und deren Wortführer Raniero Panzieri verband ihre akribische Neulektüre des «Kapital» mit einer kritischen Rezeption der Industriesoziologie und eigenen Untersuchungen in der Fabrik. Sie legten die fundamentale Kritik von Marx am despotischen Charakter der kapitalistischen Arbeitsorganisation wieder frei, die nach Marx vergessen und durch eine produktivistische Verherrlichung der Rationalität ersetzt worden war. Und sie arbeiteten die revolutionäre Bedeutung des von Marx systematisch entwickelten Begriffs des «kombinierten Gesamtarbeiters» heraus, die sie zur Formulierung einer «strategischen Umkehr» (Mario Tronti) im Verhältnis von Arbeiterklasse und Kapital brachte. Bis heute findet diese neue Lesart von Marx ihren Niederschlag in den philosophischen Ansätzen von Negri oder Holloway und in den empirisch-historischen Forschungen von Arrighi und Silver.

Datum: 24.10.2012, 19.30 Uhr

Ort: Rosa-Luxemburg-Stiftung, Franz-Mehring-Platz 1, 10243 Berlin, SR 1, 1 OG.