Der Traum von Befreiung durch direkten und gerechten Tausch: zur Kritik der einfachen Warenproduktion – Dokumentation des Satellitenseminars mit Nadja Rakowitz

Sowohl die Utopien der Frühsozialisten als auch die Freiwirtschaftslehre und aktuelle computergestützte Arbeitsstundenzettelmodelle (siehe hierzu: Dem Wert auf der Spur: Von der Unmöglichkeit, den Wert zu messen, ohne sich einen abzubrechen. Eine Kritik der Äquivalenzökonomie und ihrer Kritiker) reproduzieren das romantische Ideal des Warentausches ohne Geld, Zins und Kapital. Doch schon Marx wusste: die Gesellschaft der einfachen Warenproduzenten als Grundlage einer krisenfreien Wirtschaft gibt es nicht. Geld, Kredit und Krise gehören zwangsläufig zum Prinzip von Warenproduktion und Äquivalententausch. Indes schulden sich die Utopie von einer geld- und zinslosen Wirtschaftsordnung freier ProduzentInnen einem falschen Verständnis der Marxschen Werttheorie, so die Politologin, Express-Redakteurin und Medizinsoziologin Nadja Rakowitz.

Auf der Seite der Rosa-Luxemburg-Stiftung findet sich nun eine Dokumentation der Veranstaltung – inklusive einem Audiomitschnitt.

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