8. Marx-Herbstschule (30.10. bis 1.11.2015)

MHS2015

8. Marx-Herbstschule 30.10. ab 16.30 Uhr  – 1.11.2015 bis 13 Uhr in den Räumen der Rosa-Luxemburg-Stiftung
Geschichte und Notwendigkeit

Mit u.a. Eva Bockenheimer, Christian Frings, Renate Mohl, David McNally, Nadja Rakowitz, Ingo Stützle

 Marx’ Geschichtsbegriff war lange Zeit in Beschlag genommen vom Geschichtsdeterminismus des traditionellen Marxismus. In der Tat lassen sich bei Marx Aussagen finden, die einen solchen Geschichtsdeterminismus nahelegen – die berühmten Passagen aus dem Manifest der Kommunistischen Partei, in denen die kapitalistische Produktionsweise und ihre Entwicklung als notwendige Voraussetzung und „Vorgeschichte“ des Kommunismus bestimmt werden, oder die scheinbar historisch zwangsläufige „Negation der Negation“ am Ende des 1. Bands des Kapitals.
Solche Annahmen über eine geschichtliche Notwendigkeit sind vielfach kritisiert worden und wurden spätestens seit den 1960er Jahren massiv in Frage gestellt, bis hin zum regelrechten Verbot jeder „großen Erzählung“. Allerdings ist Geschichte auch bei Marx selbst keineswegs so einheitlich bestimmt und deterministisch festgelegt, wie es in den Hauptströmungen des Marxismus erscheinen mag.

Die 8. Marx-Herbstschule wird sich dem Geschichtsbegriff bei Marx und der Ambivalenz von historischer Notwendigkeit und Freiheit widmen. Wir wollen damit an das Thema der letzten Herbstschule anschließen. Wurde dort „Klasse“ eher kategorial bestimmt, wird es diesmal um die historische Dimension von Kämpfen, den Begriff der Geschichte bei Marx und seine Bedeutung für die Praxis politischer Kämpfe und sozialer Bewegungen gehen.

 Mehr Infos und Programm: http://marxherbstschule.net/10/

Anmeldung unter: topraxis[AT]googlemail.com

Wir halten für Euch dieses Jahr auch eine eigne Kinderbetreuung bereit. Schreibt uns wie viele Gören ihr mitbringt und wie alt sie sind, dann können wir die Spielwiese altersgerecht gestalten!

 

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