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	<title>Das Kapital lesen</title>
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	<description>Dem Wert auf der Spur</description>
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		<title>Veranstaltung: Was ist neu an der „neuen Marx-Lektüre?“ Eine internationale Perspektive</title>
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		<pubDate>Thu, 24 Jun 2010 12:19:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ingo</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Jan Hoff: Was ist neu an der „neuen Marx-Lektüre?“ Eine internationale Perspektive In den letzten Jahren hat in der Bundesrepublik Deutschland die sogenannte neue Marx-Lektüre von sich Reden gemacht &#8211; obwohl sie weder brandneu noch &#8220;Made in Germany&#8221; ist. Jan Hoff wird in seinem Vortrag der Frage nachgehen, was eigentlich neu ist an der &#8220;neuen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h3>Jan Hoff:<strong> Was ist neu an der „neuen Marx-Lektüre?“</strong> Eine internationale Perspektive</h3>
<p>In den letzten Jahren hat in der Bundesrepublik Deutschland die sogenannte neue Marx-Lektüre von sich Reden gemacht &#8211; obwohl sie weder brandneu noch &#8220;Made in Germany&#8221; ist. Jan Hoff wird in seinem Vortrag der Frage nachgehen, was eigentlich neu ist an der &#8220;neuen Marx-Lektüre&#8221; und dabei vor dem Hintergrund seines gerade erschienenen Buchs &#8220;Marx global&#8221; eine internationale Perspektive einnehmen. Ausgangspunkt wird die Phase der Entstalinisierung Ende der 1950er Jahre sein. Der Stalinismus dominierte bis dato den Diskursraum zu Marx. Anhand ausgewählter Beispiele wird Jan Hoff zeigen, dass und wie sich die neue Marx-Lektüre neuen Fragen zuwandte, die bis heute die internationale Diskussion über das Marx’sche <em>Kapital</em> prägen.</p>
<p>Zur Vorbereitung: Brentel, Helmut (1989): <a href="http://www.das-kapital-lesen.de/wp-content/uploads/Brentel.pdf">Soziale Form und ökonomisches Objekt. Studien zum Gegenstands- und Methodenverständnis der Kritik der politischen Ökonomie</a>, Opladen, 12-18</p>
<p><strong>Termin: <strong>5. Juli 2010, 19.30 Uhr</strong></strong><br />
Rosa-Luxemburg-Stiftung, Franz-Mehring Platz 1<br />
1. OG, Seminarraum 2<br />
Anmeldung unter: valeanto {ät} das-kapital-lesen.de</p>
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		<title>Satellitenseminare 2010</title>
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		<pubDate>Mon, 01 Feb 2010 18:04:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ingo</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Satellitenseminar]]></category>

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		<description><![CDATA[Das Programm findet Ihr hier als pdf-Datei]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: center;"><a href="http://www.stuetzle.in-berlin.de/wp-content/uploads/Satellitenseminare2010_web.pdf"><img title="Satellitenseminare2010" src="http://www.stuetzle.in-berlin.de/wp-content/uploads/Satellitenseminare2010.jpg" alt="" width="453" height="495" /></a></p>
<h3 style="text-align: left;">Das Programm findet Ihr <span style="color: #ff6600;"><a href="http://www.stuetzle.in-berlin.de/wp-content/uploads/Satellitenseminare2010_web.pdf">hier als pdf-Datei</a></span></h3>
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		<title>Jan Hoff: Marx global (Buchbesprechung)</title>
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		<pubDate>Fri, 08 Jan 2010 21:01:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>valeanto</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Kapitallektüren]]></category>
		<category><![CDATA[Karl Marx]]></category>
		<category><![CDATA[Rezension]]></category>
		<category><![CDATA[Das Kapital]]></category>

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		<description><![CDATA[Im aktuellen Widerspruch 57 (Inhalt &#38; Editorial) hat Ingo Stützle besprochen: Jan Hoff: Marx global. Zur Entwicklung des internationalen Marx-Diskurses seit 1965. Akademie Verlag, Berlin  (345 S., 49,80 € ) Mit der weltweiten Krise fanden nicht zufällig vermehrt Studien zur  Marxschen Ökonomiekritik den Weg ins Feuilleton. Fast  scheint es so: Droht der Kollaps des Kapitalismus, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Im aktuellen <a href="http://www.widerspruch.ch/" target="_blank">Widerspruch 57</a> (<a href="http://www.stuetzle.in-berlin.de/wp-content/uploads/Widerspruch-57_Inhalt%C2%ADEdito.pdf">Inhalt &amp; Editorial</a>) hat Ingo Stützle besprochen:</p>
<p><em><a href="http://www.akademie-verlag.de/olb/de/1.c.1652347.de?hasjs=1262877513&amp;submittedByForm=1&amp;_lang=de&amp;gsid=1.c.325875.de&amp;id=1652347" target="_blank">Jan Hoff: Marx global. Zur Entwicklung des internationalen Marx-Diskurses seit 1965. Akademie Verlag, Berlin  (345 S., 49,80 € )</a></em></p>
<blockquote><p><img class="alignleft" style="margin: 6px;" src="http://www.akademie-verlag.de/fm/693/3-05-004611_gr.jpg" alt="" width="121" height="173" /></p>
<p>Mit der weltweiten Krise fanden nicht zufällig vermehrt Studien zur  Marxschen Ökonomiekritik den Weg ins Feuilleton. Fast  scheint es so: Droht der Kollaps des Kapitalismus, werden auch all die Theorien an die Oberfläche des wirtschaftswissenschaftlichen Diskurses gespült, die Krisen als ein notwendige Konsequenz dieser auf Profit ausgerichteten Wirtschaftsweise thematisieren. Dass schon länger ein ernsthaftes Interesse an Marx besteht, zeigt sich daran, dass inzwischen einige Arbeiten zu abgebrochenen und dissidenten Traditionen des Marxismus vorliegen, solche also, die nicht mehr die Marxsche Theorie aneignen, sondern bereits die unterschiedlichen Rezeptionsansätze, Aneignungsweisen und Debatten zum Thema haben. So auch das Buch von Jan Hoff: Marx global.</p></blockquote>
<p><a href="http://www.stuetzle.in-berlin.de/2010/01/aufgeblattert-jan-hoff-marx-global/" target="_blank">Die ganze Besprechung findet sich hier.</a><em><br />
</em></p>
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		<title>Warum &#8220;Das Kapital&#8221; lesen?</title>
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		<pubDate>Tue, 24 Nov 2009 14:58:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Anne</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Leseplan]]></category>
		<category><![CDATA[Das Kapital]]></category>

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		<description><![CDATA[Mit dem lauthals proklamierten &#8220;Ende der Geschichte&#8221; wurde nach dem Ende des real existierenden Sozialismus auch Karl Marx in die Mottenkiste verstaubter Theorien versenkt. Damit ist nicht nur die traditionelle Lesart der Kritik der Politischen Ökonomie verschwunden (Marxismus-Leninismus im Osten und traditioneller Marxismus im Westen), sondern auch die damals noch recht junge und unbekannte Kritik [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Mit dem lauthals proklamierten &#8220;Ende der Geschichte&#8221; wurde nach dem Ende des real existierenden Sozialismus auch Karl Marx in die Mottenkiste verstaubter Theorien versenkt. Damit ist nicht nur die traditionelle Lesart der Kritik der Politischen Ökonomie verschwunden (Marxismus-Leninismus im Osten und traditioneller Marxismus im Westen), sondern auch die damals noch recht junge und unbekannte Kritik an diesen Lesarten. Durch eine gegenwärtig zu beobachtende Marx-Renaissance bekommt auch diese &#8220;neue Marx-Lektüre&#8221;, deren Wurzeln &#8211; mit wenigen Ausnahmen &#8211; in die 70er Jahre reichen, langsam wieder Aufwind und dient aktuellen, gesellschaftskritischen Analysen als wichtiger theoretischer Ansatz. Obwohl der Zugang zu Marx sich anfangs oft schwierig gestaltet, lohnt es sich daher allemal tiefer in das Original einzusteigen. Und gemeinsam ist es auch viel einfacher, als allein&#8230;</p>
<h2><span style="color: #800000;">Wo, wie und mit wem &#8220;Das Kapital&#8221; lesen? </span></h2>
<p>Seit dem Oktober 2006 werden in der <a href="http://www.rosalux.de/" target="_blank">Rosa-Luxemburg-Stiftung</a> Kapital-Lesekurse angeboten. Die TeilnehmerInnen bereiten die Sitzungen &#8211; entweder alleine oder in Gruppen &#8211; selbst vor, indem sie in eigenen Worten die Argumentation des gelesenen Textabschnittes darlegen, bzw. versuchen nachzuvollziehen. Es gibt einen Leseplan, in dem die SeminarteilnehmerInnen ihren Wunschtermin eintragen können. Von den TeilnehmerInnen werden keine Vorkenntnisse verlangt, die Lesekurse wenden sich an &#8220;AnfängerInnen&#8221;, es gibt keine dummen Fragen und keine dummen Antworten. Die ReferentInnen, die durch die Lesekurse führen, geben keine allgemeingültige Interpretationsweise des Textes vor, vielmehr werden die TeilnehmerInnen mit den historisch und auch aktuell verschiedenen Lesarten des Textes vertraut gemacht. Jeder hat einen eigenen Kopf. Der sollte mit gebracht werden.</p>
<p><strong>Ein Kurs zu <em>Das Kapital</em>, Band 1 (immer Montags, 19.30 Uhr bis 21.30 Uhr, Seminarraum 2, 1. OG), beginnt am 15. Februar 2010, mit den Teamerinnen Valeria Bruschi und Antonella Muzzupappa. (<a href="mailto:valeanto {ät} das-kapital-lesen.de">Kontakt zu den Teamerinnen</a>), </strong><a href="http://www.das-kapital-lesen.de/wp-content/uploads/Leseplan_ValeAnto_K1_20101.pdf"><span style="color: #800000;"><strong><strong>vorläufiger Leseplan, Änderungen vorbehalten (pdf-Format)</strong></strong></span></a></p>
<p><strong>Ein weiterer Kurs, der die Lektüre des <em>Kapitals</em> mit Band zwei und drei fortführt, (immer Mittwochs, 19.30 Uhr bis 21.30 Uhr, Seminarraum 739, 7. OG) beginnt am 3. Februar 2010 (<a href="mailto:stuetzle {at} so36.net">Anmeldung bei Ingo Stützle</a>). Den <a href="http://www.das-kapital-lesen.de/wp-content/uploads/leseplan_mew24_rls.pdf">Leseplan</a> findet Ihr <a href="http://www.das-kapital-lesen.de/wp-content/uploads/leseplan_mew24_rls.pdf">hier</a>.<br />
</strong></p>
<h4><span style="color: #800000;"><strong>Mailinglisten der Kurse:</strong></span></h4>
<p><strong>Kapital, Band 1, bei Antonella und Valeria:</strong></p>
<p>Abonnieren der Mailingliste<br />
leere Mail an: wertspur5-subscribe@yahoogroups.de</p>
<p>Kündigen der Mailingliste<br />
leere Mail an: wertspur5-unsubscribe@yahoogroups.de</p>
<p><strong>Kapital, Band 2+3, bei Ingo:</strong></p>
<p>Abonnieren der Mailingliste<br />
leere Mail an: wertspur4-subscribe@yahoogroups.de</p>
<p>Kündigen der Mailingliste<br />
leere Mail an: wertspur4-unsubscribe@yahoogroups.de</p>
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		<title>Marx mit der MEGA² lesen</title>
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		<pubDate>Tue, 24 Nov 2009 14:54:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ingo</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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		<description><![CDATA[Kommendes Wochenende (27.-29. November) findet eine internationale wissenschaftliche Konferenz zur Marx-Engels-Gesamtausgabe (MEGA²) in Berlin statt. Seit Ausbruch der Weltwirtschaftskrise ist Marx wieder in aller Munde. Eine Renaissance der Beschäftigung mit Marx hat eine Flut neuer Publikationen hervorgebracht. In den letzten Jahren wurde eine Reihe von neuen Bänden der Marx-Engels-Gesamtausgabe (MEGA²) mit vielen neuen Forschungsergebnissen veröffentlicht, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft" style="margin: 6px;" src="http://www.rosalux.de/cms/uploads/pics/MEGA_marx.gif" alt="" width="163" height="276" />Kommendes Wochenende (27.-29. November) findet eine i<span>nternationale wissenschaftliche Konferenz zur Marx-Engels-Gesamtausgabe (</span>MEGA²) <span>in Berlin statt. </span></p>
<p>Seit Ausbruch der Weltwirtschaftskrise ist Marx wieder in aller Munde. Eine Renaissance der Beschäftigung mit Marx hat eine Flut neuer Publikationen hervorgebracht. In den letzten Jahren wurde eine Reihe von neuen Bänden der Marx-Engels-Gesamtausgabe (MEGA²) mit vielen neuen Forschungsergebnissen veröffentlicht, die stärker in das Licht der Öffentlichkeit gerückt werden sollen. Die Marx-Konferenz mit breiter Themenauswahl wendet sich nicht nur an Spezialisten, sondern an alle, die über Marx’ und Engels’ Werk debattieren wollen.</p>
<p><a href="http://www.rosalux.de/cms/index.php?id=19950&amp;type=0" target="_blank">Hier geht es zum Programm</a></p>
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		<title>Marx &#8211; Welcome back?</title>
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		<pubDate>Mon, 13 Jul 2009 12:31:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sabine</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Kapitallektüren]]></category>
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		<category><![CDATA[MEGA²]]></category>
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		<category><![CDATA[Zweiter Band]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Marx-Herbstschule geht in die zweite Runde. Nachdem wir im letzten Jahr die “Resultate des unmittelbaren Produktionsprozesses” aus den Manuskripten des Kapitals diskutiert haben, soll dieses Jahr vom 20.-22. November 2009 daran anschließend der II. Band in Auszügen auf dem Plan stehen, ergänzt durch Passagen aus der neuen MEGA-Ausgabe. Diskutiert werden die zentralen Begriffe des [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft" style="margin: 6px;" src="http://img32.imageshack.us/img32/6489/marxflyerdinlang1.jpg" alt="" width="190" height="400" />Die Marx-Herbstschule geht in die zweite Runde. Nachdem wir im letzten Jahr die “Resultate des unmittelbaren Produktionsprozesses” aus den Manuskripten des Kapitals diskutiert haben, soll dieses Jahr vom <strong>20.-22. November</strong> 2009 daran anschließend der II. Band in Auszügen auf dem Plan stehen, ergänzt durch Passagen aus der neuen MEGA-Ausgabe. Diskutiert werden die zentralen Begriffe des Zirkulations- und Kreislaufprozesses des Kapitals. Das insgesamt dreitägige Seminar soll ein weiterführendes Angebot an all diejenigen sein, die bereits eine erste Bekanntschaft mit der Marxschen Kapitalismuskritik gemacht haben und mindestens den ersten Band schon gelesen haben.</p>
<p>Veranstaltet wird die Herbstschule von der <a href="http://www.marx-gesellschaft.de/">Marx-Gesellschaft e.V.</a>, dem <a href="http://www.marxforschung.de/verein.htm">Berliner Verein zur Förderung der MEGA-Edition</a>, der <a href="http://www.rosalux.de/cms/index.php?aktuell">Rosa-Luxemburg-Stiftung</a>, der <a href="http://www.helle-panke.de/">Hellen Panke</a> und von TOP Berlin in Kooperation mit dem <a href="http://umsganze.de/">Umsganze-Bündnis</a>. Die Herbstschule findet wieder in den Räumen der Rosa-Luxemburg-Stiftung im Haus des Neuen Deutschland, Franz-Mehring-Platz 1 statt. Anmelden könnt ihr euch unter <strong>herbstschule at top-berlin.net</strong>. Den genauen Ablaufplan des Seminars und die Textgrundlagen bekommt ihr nach eurer Anmeldung per Mail zugeschickt.</p>
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		<title>Der Traum von Befreiung durch direkten und gerechten Tausch: zur Kritik der einfachen Warenproduktion &#8211; Dokumentation des Satellitenseminars mit Nadja Rakowitz</title>
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		<pubDate>Mon, 13 Jul 2009 13:30:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ingo</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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		<category><![CDATA[Kredit]]></category>
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		<description><![CDATA[Sowohl die Utopien der Frühsozialisten als auch die Freiwirtschaftslehre und aktuelle computergestützte Arbeitsstundenzettelmodelle (siehe hierzu: Dem Wert auf der Spur: Von der Unmöglichkeit, den Wert zu messen, ohne sich einen abzubrechen. Eine Kritik der Äquivalenzökonomie und ihrer Kritiker) reproduzieren das romantische Ideal des Warentausches ohne Geld, Zins und Kapital. Doch schon Marx wusste: die Gesellschaft [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Sowohl die Utopien der Frühsozialisten als auch die Freiwirtschaftslehre und aktuelle computergestützte Arbeitsstundenzettelmodelle (siehe hierzu: <a href="http://www.stuetzle.in-berlin.de/wp-content/uploads/Z%2071%20Dem%20Wert%20auf%20der%20Spur.pdf" target="_blank">Dem Wert auf der Spur: Von der Unmöglichkeit, den Wert zu messen, ohne sich einen abzubrechen. Eine Kritik der Äquivalenzökonomie und ihrer Kritiker</a>) reproduzieren das romantische Ideal des Warentausches ohne Geld, Zins und Kapital. Doch schon Marx wusste: die Gesellschaft der einfachen Warenproduzenten als Grundlage einer krisenfreien Wirtschaft gibt es nicht. Geld, Kredit und Krise gehören zwangsläufig zum Prinzip von Warenproduktion und Äquivalententausch. Indes schulden sich die Utopie von einer geld- und zinslosen Wirtschaftsordnung freier ProduzentInnen einem falschen Verständnis der Marxschen Werttheorie, so die Politologin, <a href="http://www.labournet.de/express/index.html" target="_blank">Express-Redakteurin</a> und <a href="http://www.vdaeae.de/" target="_blank">Medizinsoziologin</a> Nadja Rakowitz.</p>
<p>Auf der <a href="http://www.rosalux.de/cms/index.php?id=19219&amp;type=0" target="_blank">Seite der Rosa-Luxemburg-Stiftung findet sich nun eine Dokumentation der Veranstaltung</a> &#8211; inklusive einem <a href="http://www.rosalux.de/cms/uploads/media/satellit_090708.mp3">Audiomitschnitt</a>.</p>
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		</item>
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		<title>Theoretische Grundlagenbildung bei der rls</title>
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		<pubDate>Tue, 03 Mar 2009 11:34:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Anne</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Tag hinzufügen]]></category>

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		<description><![CDATA[wieder neue Satelliten 2009 Satellitenseminare – was ist das? Seit 2006 werden in der Rosa-Luxemburg-Stiftung Kapital-Lektürekurse angeboten. Um diese regelmäßigen Lesetreffen herum kreisen verschiedene Satellitenseminare zu ausgewählten Fragen und Diskussionssträngen auf dem Feld der Kritik der Politischen Ökonomie: Wie ist das Kapital eigentlich entstanden? Welche unterschiedlichen Lesarten der Marxschen Theorie gibt es? Wie haben sich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><!--[endif]--></p>
<h2 id="post-3"><em><span style="color: #993300;">wieder neue </span><span style="color: #993300;">Satelliten 2009</span></em></h2>
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<mce:style><!  st1\:*{behavior:url(#ieooui) } --></p>
<p><!--[endif]--></p>
<p class="MsoPlainText"><span style="font-family: Arial;">Satellitenseminare – was ist das? Seit 2006 werden in der Rosa-Luxemburg-Stiftung Kapital-Lektürekurse angeboten. Um diese regelmäßigen Lesetreffen herum kreisen verschiedene Satellitenseminare zu ausgewählten Fragen und Diskussionssträngen auf dem Feld der Kritik der Politischen Ökonomie: Wie ist das Kapital eigentlich entstanden? Welche unterschiedlichen Lesarten der Marxschen Theorie gibt es? Wie haben sich Autor/innen wie Rosa Luxemburg oder David Harvey von Marx für ihre Imperialismustheorien inspirieren lassen? Wie stünde Marx heute zu „Heuschrecken“ und „Raubtierkapitalismus“? Und nicht zuletzt: wie steht es um die Möglichkeit, mit Marx die Geschlechterverhältnisse kritisch zu reflektieren?</span></p>
<p class="MsoPlainText"><span style="font-family: Arial;"> </span></p>
<p class="MsoPlainText"><span style="font-family: Arial;">Satelliten sind offen für alle Interessierten. Vorkenntnisse des Marxschen Kapital sind hilfreich.<span id="more-167"></span></span><span style="font-family: Arial;">Die Veranstaltungen im einzelnen:</span></p>
<p class="MsoPlainText"><strong><em><span style="font-family: Arial;"> </span></em></strong></p>
<p class="MsoPlainText"><strong><em><span style="font-family: Arial;"> „Wieso nicht die Krise, sondern die Stabilität kapitalistischer Produktionsweise das Wunder ist“</span></em></strong><strong><span style="font-family: Arial;"> – Satellit mit Michael Krätke</span></strong></p>
<p class="MsoPlainText"><span style="font-family: Arial;">Im zweiten Band des <em>Kapital</em> wird deutlich, dass es enorm vieler Voraussetzungen bedarf, damit die kapitalistische Produktionsweise überhaupt funktioniert. Über einen unkoordinierten Markt muss die Geldzirkulation die Reproduktion des Kapitalverhältnisses und die Verwertung des Kapitals ermöglichen. Im Anschluss an Rosa Luxemburg wird bis heute darüber diskutiert (David Harvey), ob Marx hierbei nicht vernachlässigt habe, dass dies nur unter der Voraussetzung kapitalistischer Expansion möglich ist. Zwar hat Marx keine abgeschlossene Krisentheorie entwickelt, jedoch zeigt sich in allen drei Bänden, wie instabil und prekär der Kapitalismus ist. Der zweite Band des <em>Kapital</em> stellt hierbei einen wichtigen Bezugspunkt dar und verweist zugleich auf den dritten Band. Erst hier verhandelt Marx systematisch Kredit und fiktives Kapital. Bei Michael Krätke wird der zweite Band im Mittelpunkt stehen. Die Veranstaltung dient als Vorbereitung auf den dritten Band des <em>Kapital</em>.</span></p>
<p class="MsoPlainText"><strong><span style="font-family: Arial;"> </span></strong></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align: left;"><span style="font-size: 10pt; font-family: Arial;">Termin: <strong>Mittwoch, 25. März 2009, 19.30 Uhr</strong></span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align: left;"><span style="font-size: 10pt; font-family: Arial;">Ort: Rosa-Luxemburg-Stiftung, Franz-Mehring-Platz 1, Berlin (Raum wird im Foyer bekannt gegeben)</span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align: left;"><span style="font-size: 10pt; font-family: Arial;">Um verbindliche Anmeldung wird gebeten bei Anne Steckner: <a onclick="javascript:pageTracker._trackPageview('/mailto/steckner@rosalux.de');" href="mailto:steckner@rosalux.de">steckner@rosalux.de</a> </span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align: left;"><span style="font-size: 10pt; font-family: Arial;"> </span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align: left;"><span style="font-size: 10pt; font-family: Arial;"> </span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align: left;">
<p class="MsoNormal" style="text-align: left;">
<p class="MsoNormal" style="text-align: left;"><strong><em><span style="font-size: 10pt; font-family: Arial;">„Die vielen Schichten der Zwiebel: Wie das Kapital entstand“</span></em></strong><strong><span style="font-size: 10pt; font-family: Arial;"> – Satellit mit Rolf Hecker</span></strong></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 10pt; font-family: Arial;">Das <em>Kapital</em> von Karl Marx ist nicht vom Himmel gefallen. Es ist wie jeder Text unter bestimmten historischen, politischen und nicht zuletzt persönlichen Umständen entstanden. Wesentlichen Anteil an der rezipierten Textfassung der drei Bände des <em>Kapital</em> hatte Friedrich Engels. Zu Marx’ Lebzeiten kam nur der Erste Band des <em>Kapital</em> heraus, viele Manuskripte wurden erst Jahrzehnte nach seinem Tod herausgebracht, manche warten immer noch auf ihre Veröffentlichung. Doch die zahlreichen Original-Schichten unter den „Blauen Bänden“ werden ehrgeizig freigelegt, jüngst gerade zum Zweiten Band des <em>Kapital</em>. Rolf Hecker skizziert, wie das <em>Kapital</em> entstanden ist, führt in die Geschichte der verschiedenen Texteditionen ein und liefert einen Einblick in die spannende und ziemlich turbulente Reise der Marxschen Manuskripte durch halb Europa.</span></p>
<p class="MsoPlainText"><strong><span style="font-family: Arial;"> </span></strong></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align: left;"><span style="font-size: 10pt; font-family: Arial;">Termin: <strong>Mittwoch, 29. April 2009, 19.30 Uhr</strong></span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align: left;"><span style="font-size: 10pt; font-family: Arial;">Ort: Rosa-Luxemburg-Stiftung, Franz-Mehring-Platz 1, Berlin (Raum wird im Foyer bekannt gegeben)</span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align: left;"><span style="font-size: 10pt; font-family: Arial;">Um verbindliche Anmeldung wird gebeten bei Anne Steckner: <a onclick="javascript:pageTracker._trackPageview('/mailto/steckner@rosalux.de');" href="mailto:steckner@rosalux.de">steckner@rosalux.de</a> </span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align: left;"><strong><span style="font-size: 10pt; font-family: Arial;"> </span></strong></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align: left;">
<p class="MsoNormal" style="text-align: left;">
<p class="MsoNormal" style="text-align: left;"><strong><em><span style="font-size: 10pt; font-family: Arial;">„Der Traum von Befreiung durch direkten und gerechten Tausch: zur Kritik der einfachen Warenproduktion“</span></em></strong><strong><span style="font-size: 10pt; font-family: Arial;"> – Satellit mit Nadja Rakowitz</span></strong></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 10pt; font-family: Arial;">Sowohl die Utopien der Frühsozialisten als auch die Freiwirtschaftslehre und aktuelle computergestützte Arbeitsstundenzettelmodelle reproduzieren das romantische Ideal des Warentausches ohne Geld, Zins und Kapital. Doch schon Marx wusste: die Gesellschaft der einfachen Warenproduzenten als Grundlage einer krisenfreien Wirtschaft gibt es nicht. Geld, Kredit und Krise gehören zwangsläufig zum Prinzip von Warenproduktion und Äquivalententausch. Indes schulden sich die Utopie von einer geld- und zinslosen Wirtschaftsordnung freier Produzent/innen einem falschen Verständnis der Marxschen Werttheorie, so Nadja Rakowitz. Wie nun diese irrtümliche Auffassung mit der gegenwärtig populären Kritik am Finanzkapitalismus und dessen Erscheinungsformen („Raubtier“, „Heuschrecke“, „Zinsknechtschaft“ etc.) zusammenhängt, wird Nadja Rakowitz näher beleuchten.</span></p>
<p class="MsoPlainText"><strong><span style="font-family: Arial;"> </span></strong></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align: left;"><span style="font-size: 10pt; font-family: Arial;">Termin: <strong>Mittwoch, 8. Juli 2009, 19.30 Uhr</strong></span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align: left;"><span style="font-size: 10pt; font-family: Arial;">Ort: Rosa-Luxemburg-Stiftung, Franz-Mehring-Platz 1, Berlin (Raum wird im Foyer bekannt gegeben)</span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align: left;"><span style="font-size: 10pt; font-family: Arial;">Um verbindliche Anmeldung wird gebeten bei Anne Steckner: <a onclick="javascript:pageTracker._trackPageview('/mailto/steckner@rosalux.de');" href="mailto:steckner@rosalux.de">steckner@rosalux.de</a> </span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align: left;"><span style="font-size: 10pt; font-family: Arial;"> </span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align: left;"><strong><em><span style="font-size: 10pt; font-family: Arial;"> </span></em></strong></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align: left;">
<p class="MsoNormal" style="text-align: left;">
<p class="MsoNormal" style="text-align: left;"><strong><em><span style="font-size: 10pt; font-family: Arial;">„</span></em></strong><strong><em><span style="font-size: 10pt; font-family: Arial;">Marx und Marxismus: zu den verschiedenen Lesarten der Marxschen Theorie“</span></em></strong><strong><span style="font-size: 10pt; font-family: Arial;"> – Satellit mit Ingo Elbe</span></strong></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 10pt; font-family: Arial;">Schon zu Lebzeiten soll Marx sich dagegen verwehrt haben, als Marxist bezeichnet zu werden. Was verschiedene Strömungen des Marxismus aus ihrem Namensgeber machten, hatte viel mit den Eigenheiten der Systemkonkurrenz zu tun und erschien lange Zeit als gesetzt. Erst im Zuge der Publikation bislang unveröffentlichter Manuskripte und in Abgrenzung zu traditionellen Lesarten der <em>Kritik der Politischen Ökonomie</em> entwickelte sich eine „neue Marx-Lektüre”. Ingo Elbe hat eine theoriegeschichtliche Aufarbeitung der zentralen Diskussionsstränge, Argumente und Resultate dieser Marx-Lektüre geleistet. Er stellt nicht nur die Vielfalt der jeweiligen Lesarten pointiert dar, sondern zeigt auch, wo die entscheidenden Unterschiede zur vorangegangenen Marx-Rezeption liegen. Er wird die Kernfragen vorstellen, um die die Debatten einer kritischen Aneignung der Marxschen Theorie kreisen.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 10pt; font-family: Arial;"> </span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align: left;">
<p class="MsoNormal" style="text-align: left;"><span style="font-size: 10pt; font-family: Arial;">Termin: <strong>Montag, 7. September 2009, 19.30 Uhr</strong></span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align: left;"><span style="font-size: 10pt; font-family: Arial;">Ort: Rosa-Luxemburg-Stiftung, Franz-Mehring-Platz 1, Berlin (Raum wird im Foyer bekannt gegeben)</span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align: left;"><span style="font-size: 10pt; font-family: Arial;">Um verbindliche Anmeldung wird gebeten bei Anne Steckner: <a onclick="javascript:pageTracker._trackPageview('/mailto/steckner@rosalux.de');" href="mailto:steckner@rosalux.de">steckner@rosalux.de</a> </span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align: left;"><span style="font-size: 10pt; font-family: Arial;"> </span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align: left;"><span style="font-size: 10pt; font-family: Arial;"> </span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align: left;">
<p class="MsoNormal" style="text-align: left;">
<p class="MsoNormal" style="text-align: left;"><strong><em><span style="font-size: 10pt; font-family: Arial;">„Marx’ Beitrag zur Analyse von Geschlechterverhältnissen“</span></em></strong><strong><span style="font-size: 10pt; font-family: Arial;"> – Satellit mit Robin Stoller</span></strong></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 10pt; font-family: Arial;">Ausgehend von dem berühmten Satz, in dem Marx den „Grad der weiblichen Emanzipation“ als das „Maß der allgemeinen Emanzipation“ einer Gesellschaft bestimmt, hat es engagierte Debatten darüber gegeben, ob und wie sich mit Marxschem Analyseinstrumentarium die Geschlechterverhältnisse im Kapitalismus kritisch reflektieren lassen. Dem Vorwurf, die Marxsche Theorie sei bestenfalls geschlechtsblind, weil sie die Sphäre der Reproduktionstätigkeiten und andere Mechanismen der Herstellung der Geschlechterverhältnisse unterbelichte, steht die Sichtweise gegenüber, dass es für das Funktionieren des Kapitalismus letztlich bedeutungslos sei, ob die Ware Arbeitskraft männlich oder weiblich, weiß, farbig, jung oder alt ist. Kann also Marx oder an Marx angelehnte Ansätze für Gender-Debatten fruchtbar gemacht werden, und wenn ja, wie? Darüber wird Robin Stoller mit uns diskutieren.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 10pt; font-family: Arial;"> </span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align: left;">
<p class="MsoNormal" style="text-align: left;"><span style="font-size: 10pt; font-family: Arial;">Termin: <strong>Mittwoch, 14. Oktober 2009, 19.30 Uhr</strong></span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align: left;"><span style="font-size: 10pt; font-family: Arial;">Ort: Rosa-Luxemburg-Stiftung, Franz-Mehring-Platz 1, Berlin (Raum wird im Foyer bekannt gegeben)</span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align: left;"><span style="font-size: 10pt; font-family: Arial;">Um verbindliche Anmeldung wird gebeten bei Anne Steckner: <a onclick="javascript:pageTracker._trackPageview('/mailto/steckner@rosalux.de');" href="mailto:steckner@rosalux.de">steckner@rosalux.de</a></span></p>
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		<title>Linker Parteichef zitiert Marx falsch</title>
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		<pubDate>Mon, 23 Feb 2009 08:42:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ingo</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Cayo Lara (56), Parteichef der Vereinten Linken in Spanien, hat sich mit einem falschen Marx-Zitat blamiert. Der spanische Politiker hatte mit einer Passage aus dem Werk &#8220;Das Kapital&#8221; belegen wollen, dass die Gedanken von Marx in der Finanz- und Wirtschaftskrise nach wie vor aktuell sind. Es stellte sich jedoch heraus, dass der Begründer des Marxismus [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>Cayo Lara (56), Parteichef der Vereinten Linken in Spanien, hat sich mit einem falschen Marx-Zitat blamiert. Der spanische Politiker hatte mit einer Passage aus dem Werk &#8220;Das Kapital&#8221; belegen wollen, dass die Gedanken von Marx in der Finanz- und Wirtschaftskrise nach wie vor aktuell sind. Es stellte sich jedoch heraus, dass der Begründer des Marxismus die ihm zugeschriebenen Worte nie geäußert hatte. Das Zitat enthielt zudem Begriffe wie Technologie oder Nationalisierung, die laut Experten zu Lebzeiten von Marx nicht im heutigen Sinn gebräuchlich waren.</p></blockquote>
<p><a href="http://www.taz.de/1/archiv/print-archiv/printressorts/digi-artikel/?ressort=sw&amp;dig=2009%2F02%2F23%2Fa0014&amp;cHash=8b563c5a1f&amp;type=98" target="_blank">taz, 23.02.2009</a></p>
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		<title>Die Spielregeln, nicht die Spieler. Die Finanzkrise nach Karl Marx / Von Michael Heinrich</title>
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		<pubDate>Thu, 15 Jan 2009 09:18:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ingo</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Das Kapital]]></category>
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		<category><![CDATA[Finanzkrise]]></category>
		<category><![CDATA[Karl Marx]]></category>
		<category><![CDATA[Krise]]></category>

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		<description><![CDATA[Profitmaximierung und Konkurrenz werden immer wieder Krisen wie die gegenwärtige hervorbringen. Eine Verstaatlichung tauscht lediglich die Akteure aus, ohne die Strukur anzutasten. Nicht nur Politiker, auch Ökonomen haben ihre Not mit der Finanzkrise. Die an Universitäten und in Beratergremien vorherrschende neoklassische Wirtschaftstheorie kennt in ihren Marktmodellen überhaupt keine Krisen. Wenn es doch zu &#8220;Störungen&#8221; komme, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Profitmaximierung und Konkurrenz werden immer wieder Krisen wie die gegenwärtige hervorbringen. Eine Verstaatlichung tauscht lediglich die Akteure aus, ohne die Strukur anzutasten.</p>
<p>Nicht nur Politiker, auch Ökonomen haben ihre Not mit der Finanzkrise. Die an Universitäten und in Beratergremien vorherrschende neoklassische Wirtschaftstheorie kennt in ihren Marktmodellen überhaupt keine Krisen. Wenn es doch zu &#8220;Störungen&#8221; komme, dann nur durch Eingriffe von außerhalb des Marktes. Daher haben die Neoklassiker jahrein, jahraus den angeblich so effizienten Markt angepriesen, der, wenn man ihn nur ließe, alle unsere Probleme lösen würde &#8211; von der Arbeitslosigkeit bis zu den Kosten von Altersrente und Gesundheit. <span id="more-126"></span></p>
<p>Inzwischen sind die Auftritte der radikalen Marktverfechter nur noch peinlich. So behauptet nun der aus unzähligen Talkshows bekannte Hans-Werner Sinn &#8211; derselbe Mann, dem in der Vergangenheit jede noch so niedrige Lohnforderung der Gewerkschaften zu hoch erschien -, er sei schon immer für mehr Regulierung des Finanzsektors gewesen und im Übrigen würden sich jetzt die Nachteile einer Lohnpolitik zeigen, die für den schwachen Binnenmarkt verantwortlich sei.</p>
<p>Keynesianer haben es etwas besser. Sie hatten schon immer auf die Grenzen des Marktes hingewiesen und betont, dass auch Lohnsenkungen nicht automatisch zu Vollbeschäftigung führten. Kapitalismus würde immer wieder Arbeitslosigkeit hervorbringen, da die Investitionen in der Regel nicht ausreichten, um alle Arbeitskräfte zu beschäftigen. Mit einem unerschütterlichen Vertrauen in die Möglichkeiten staatlichen Handelns forderten sie, dass der Staat mit Investitionsanreizen und Konjunkturprogrammen Krisen entgegenwirken solle.</p>
<p>Wer die Wirtschaftskrisen nicht ignorierte oder auf prinzipiell kontrollierbare Störungen reduzierte, war Karl Marx. Dass er jetzt wieder öffentliche Aufmerksamkeit erfährt, überrascht nicht. Zwar ist sein &#8220;Kapital&#8221; schon mehr als 140 Jahre alt, doch analysierte Marx nicht bloß den englischen Kapitalismus seiner Zeit. Dieser, so betonte er, diene ihm nur als &#8220;Illustration&#8221; der &#8220;theoretischen Entwicklung&#8221;. Was er darstellen wolle, sei nicht eine bestimmte Entwicklungsphase des Kapitalismus, sondern dessen grundlegende Strukturen und Mechanismen.</p>
<p>Allerdings müssen die Marxschen Einsichten von den starken Simplifizierungen abgegrenzt werden, die man sowohl bei manchen Marxisten als auch bei vielen Marx-Kritikern findet. Oft wird Marx&#8217; Ansatz auf eine bloße Arbeitswert- und Ausbeutungstheorie reduziert, wobei seine Untersuchungen zu Geld und Kredit ignoriert werden. Dabei war die Arbeitswerttheorie bereits Bestandteil der klassischen Schule von Adam Smith und David Ricardo, auf deren Grundlage etwa die ricardianischen Sozialisten eine Theorie der Ausbeutung formulierten.</p>
<p>Marx kritisierte an all diesen Theorien, dass sie nur die Austauschrelationen betrachten würden, aber nicht den Charakter der &#8220;wertbildenden&#8221; Arbeit. Er selbst fragte nach der Art und Weise des gesellschaftlichen Zusammenhangs in einer auf Warentausch beruhenden Gesellschaft. Einerseits sind nämlich die produzierenden Einheiten (Einzelproduzenten wie auch ganze Betriebe) aufgrund der gesellschaftlichen Arbeitsteilung sachlich aufeinander angewiesen, andererseits erfolgt die Produktion &#8220;privat&#8221;, das heißt unabhängig von den anderen. Erst im Nachhinein, auf dem Markt, zeigt sich, inwieweit diese private Produktion als Bestandteil der gesellschaftlichen Gesamtarbeit anerkannt wird, indem ihre Produkte nachgefragt werden.</p>
<p>Wo klassische und neoklassische Ökonomen mit den Wirkungen von Angebot und Nachfrage argumentieren, hält Marx zunächst einmal fest, dass sich am Markt die Tauschenden nur über ihre Produkte aufeinander beziehen und sich die gesellschaftlichen Charaktere ihrer Arbeiten daher nur als gegenständliche Eigenschaften der ausgetauschten Waren zeigen. Mit diesen gesellschaftlichen Eigenschaften ausgestattet, entfalten die Waren ein Eigenleben, dem die Menschen ausgeliefert sind: Gebannt starren die Produzenten auf die Entwicklung der Güterpreise, entsetzt blicken die Aktionäre auf die Kursstürze, als handle es sich um Naturereignisse.</p>
<p>Dieser Verselbstständigung des gesellschaftlichen Zusammenhangs, die Marx unter dem Stichwort &#8220;Fetischismus&#8221; analysiert, folgt er die drei &#8220;Kapital&#8221;-Bände hindurch in ihre Verästelungen und deckt eine Reihe &#8220;mystifizierter&#8221; und &#8220;verrückter&#8221; Formen auf. In der herrschenden Ökonomie werden die von diesen verrückten Formen ausgehenden &#8220;Sachzwänge&#8221; bewusstlos reproduziert (&#8220;Der Markt verlangt …&#8221;, &#8220;Die Globalisierung erfordert …&#8221;).</p>
<p>Allseitig aufeinander beziehen lassen sich die Waren nur durch Geld. Marx betont den grundsätzlichen Unterschied zwischen geldvermittelter Warenzirkulation und Produktentausch: Beim unmittelbaren Tausch A gegen B ist der Verkauf von A mit dem Kauf von B identisch. Beim geldvermittelten Tausch folgt aus dem Verkauf aber nicht automatisch die Verwendung des eingenommenen Geldes für einen Kauf. Die Zirkulationskette kann reißen. Mit der Geldvermittlung ist die &#8220;Möglichkeit der Krise&#8221; gegeben. Die Neoklassik hingegen reduziert Geld auf eine bloße Recheneinheit. De facto geht sie damit von einem nicht geldvermittelten Tausch aus und &#8220;beweist&#8221; dann, dass es in dieser Fantasiewelt keine Krisen geben kann.</p>
<p>Kapital ist zudem nicht einfach eine Wertsumme, sondern Wert, der sich verwertet, Mehrwert hervorbringt &#8211; durch die Ausbeutung menschlicher Arbeitskraft. Diese Verwertung kennt keine innere Grenze, sie ist maßlos. Der Druck der Konkurrenz zwingt den einzelnen Kapitalisten diese Maßlosigkeit auf, ob sie individuell besonders gierig sind oder nicht, spielt dabei keine große Rolle.</p>
<p>Die unmittelbaren Produzenten, die Arbeiter und Arbeiterinnen, sind in dieser auf immer mehr Verwertung ausgerichteten Produktion ein Kostenfaktor, den es zu reduzieren gilt, während gleichzeitig die Produktivität dieses Faktors immer weiter gesteigert werden soll. Diese Konstellation hat nicht nur äußerst zerstörerische Konsequenzen für die Arbeitskraft (wie auch für die Natur), sie bildet auch eine wesentliche Ursache der Krisenhaftigkeit der kapitalistischen Produktionsweise.</p>
<p>Der permanenten Steigerung der Produktivität, die meist eine Produktionsausweitung erfordert, steht eine Tendenz zur Beschränkung der Konsummöglichkeiten gegenüber, da aus Kostengründen Lohnhöhe und Beschäftigtenzahl gering bleiben sollen. Es ist, als ob man beim Autofahren Gaspedal und Bremspedal stets gleichzeitig betätigt, was auf Dauer nicht gut gehen kann. Nicht äußere Störungen, sondern das Ziel kapitalistischer Produktion, die beständige Steigerung der Kapitalverwertung, liegt der krisenhaften Entwicklung des Kapitalismus zugrunde.</p>
<p>Etablierte Wirtschaftswissenschaftler wie linke Kritiker gehen häufig davon aus, dass es sich bei der kapitalistischen Produktion einerseits und den Finanzmärkten andererseits um völlig verschiedene Welten handle. Hier die solide Produktion, dort die windige Spekulation. Dabei wird aber vergessen, dass auch die kapitalistische Produktion auf Spekulation beruht: Auch der Autoproduzent spekuliert beispielsweise darauf, dass die teuren Benzinfresser genug Abnehmer finden &#8211; eine Spekulation, die genauso schiefgehen kann wie die Spekulation auf steigende Aktienkurse.</p>
<p>Unzureichend sind auch die momentan gängigen Krisenerklärungen, dass es sich bei den Finanzmärkten um Einrichtungen handle, die der kapitalistischen Produktion zwar äußerlich seien, die aber durch zu viel Spekulation und zu große Risikobereitschaft der Banken und Fonds erheblichen Schaden anrichten könnten.</p>
<p>Derlei Erklärungen hält Marx entgegen, dass eine entfaltete kapitalistische Produktion ohne entwickeltes Kreditsystem gar nicht möglich sei. Was oft mit Bezug auf den Konsumgütermarkt gesagt wird, dass &#8220;Autos keine Autos kaufen können&#8221;, lässt sich auf den Produktionsmittelsektor übertragen: &#8220;Maschinen kaufen keine Maschinen.&#8221; So wie die Arbeitskräfte Löhne benötigen, um ausreichend Konsumgüter nachfragen zu können, benötigen auch kapitalistische Unternehmen Verkaufseinnahmen, um selbst kaufen zu können. Bei einer stark wachsenden Wirtschaft muss zumindest ein Teil dieser Einnahmen in Gestalt von Krediten vorgeschossen werden. Eine entfaltete kapitalistische Ökonomie ist nur bei sich ausdehnenden Kreditbeziehungen möglich. Ein entwickeltes Kreditsystem funktioniert aber nur, wenn der Kredit selbst, das heißt die verbrieften Schulden, zur handelbaren Ware werden, wenn es Finanzmärkte gibt.</p>
<p>Diese handelbaren Finanzprodukte (Aktien, Anleihen, Optionen etc.) bezeichnet Marx treffend als &#8220;fiktives Kapital&#8221;. Während das &#8220;industrielle Kapital&#8221; für Produktionsanlagen und Löhne verausgabt wird, sodass Produkte oder Dienstleistungen produziert werden, die dann mit Gewinn verkauft werden können, stellt das &#8220;fiktive Kapital&#8221;, kein wirkliches, irgendwo vorhandenes Kapital dar, sondern lediglich einen Anspruch auf bestimmte Zahlungen: bei Anleihen den Anspruch auf Zins- und Tilgungszahlungen, bei Aktien den auf Dividendenzahlung.</p>
<p>In den Börsenkursen werden diese Ansprüche &#8220;bewertet&#8221;: Steigen die Gewinnerwartungen eines Unternehmens, steigt sein Aktienkurs. Erwartungen können sich in kürzester Zeit ändern, daher können auch Kurse so enorm schnell steigen oder fallen. Das fiktive Kapital entwickelt damit ein Eigenleben, das zwar immer auf die Verwertung des industriellen Kapitals bezogen bleibt, aber nicht als Abbild seiner gegenwärtigen Lage, sondern als Ausdruck der Erwartung seiner zukünftigen Entwicklung.</p>
<p>Daran wird deutlich, dass Finanzmärkte nicht viel mit Spielkasinos gemeinsam haben, wie in der scheinbar plausiblen Forderung &#8220;Das Kasino schließen&#8221; unterstellt wird. In einem Spielkasino sind Wahrscheinlichkeiten und Risiken weitgehend bekannt. So übersichtlich geht es an den Finanzmärkten nicht zu. Vor allem aber ist das Spiel im Kasino ein Nullsummenspiel: Dem Gewinn des einen Spielers stehen gleich große Verluste der anderen gegenüber. Im Kasino wird die Summe des Geldes nicht verändert, sondern nur umverteilt.</p>
<p>Anders sieht es mit den Kurswerten an der Börse aus. Habe ich gestern eine Aktie für 100 Euro gekauft, die heute für 110 Euro gehandelt wird, dann ist der Kurswert meines Aktienvermögens um 10 Euro gestiegen, ohne dass ein anderer 10 Euro verloren hätte. Zwar handelt es sich bei den Kurswerten zunächst nur um einen Buchwert; würden alle Aktienbesitzer versuchen, ihre Kursgewinne zu Geld zu machen, würden die Kurse sofort fallen. Trotzdem haben diese Kurssteigerungen ganz reale Auswirkungen. Die Aktienbesitzer sparen weniger und konsumieren mehr, was die Nachfrage belebt und die Unternehmen zur Ausdehnung der Produktion oder zu Preisaufschlägen veranlasst. Vor allem aber können die im Kurs gestiegenen Aktien in höherem Umfang beliehen werden, was häufig zum Kauf neuer Aktien genutzt wird. Das sind jene &#8220;Hebelgeschäfte&#8221;, die die Eigenkapitalrendite und die Aktienkurse in so schwindelerregende Höhen treiben.</p>
<p>Die Welt des Kapitals scheint völlig in Ordnung zu sein, und nicht wenige Ökonomen bemühten sich darum, dies mit immer neuen mathematischen Modellen der Risikoberechnung auch zu &#8220;beweisen&#8221;. Wenn aber schließlich zu viele Aktienbesitzer den Buchwert ihrer Aktien in hartes Geld verwandeln wollen, wofür es eine Vielzahl von Anlässen gibt, kehrt sich der ganze Prozess um. Ein guter Teil des &#8220;Werts&#8221; des fiktiven Kapitals verschwindet ins Nichts, die Aktienbesitzer verlieren, ohne dass andere gewinnen. Zusätzlich werden jetzt die Kredite, die wegen des Sinkens der Aktienwerte nicht mehr gedeckt sind, von den Banken zurückgefordert und treiben so manchen Aktionär in den Ruin und die Bank eventuell gleich mit, wenn sie zu viele Kredite abschreiben muss.</p>
<p>An dem grundlegenden Charakter des von Marx analysierten fiktiven Kapitals hat sich seither nichts geändert. Allerdings haben sich die Formen dieses Kapitals vervielfacht. Längst gibt es nicht nur Ansprüche auf Zahlungen, sondern davon abgeleitete Ansprüche (&#8220;Derivate&#8221;), also Ansprüche auf andere Ansprüche auf Zahlungen. Die Anspruchsketten lassen sich beliebig verlängern und komplizieren, wodurch die Bewertung eines Papiers von einer Vielzahl von Faktoren abhängig wird.</p>
<p>Zudem sind die Finanzmärkte in den letzten drei Jahrzehnten erheblich schneller gewachsen als die Produktion. Dieses enorme Wachstum ist unter anderem die Folge enormer Umverteilungsprozesse in den entwickelten kapitalistischen Ländern. Während die Reallöhne seit den Achtzigerjahren nur mäßig gestiegen sind, haben Unternehmensgewinne und die Einkommen aus selbstständiger Arbeit enorm zugenommen. Zugleich wurden viele Schwellen- und Entwicklungsländer zu Nettokapitalexporteuren. In Form von Zins- und Tilgungszahlungen exportierten sie weit mehr Kapital in die entwickelten Länder, als sie von dort in Gestalt von Direktinvestitionen und sogenannter Entwicklungshilfe erhalten haben. Immer größere Teile der wachsenden Unternehmensgewinne, der steigenden Einkommen der oberen Einkommensklassen und des den Drittweltländern entzogenen Kapitals flossen in die seit den Siebzigerjahren zunehmend deregulierten Finanzmärkte.</p>
<p>Wenn nun gefordert wird, die Banken und Finanzinstitutionen sollten sich doch auf ihre &#8220;eigentliche&#8221; Aufgabe konzentrieren, nämlich die Unternehmen mit Kapital zu versorgen, und sich nicht einer ausufernden Spekulation hingeben, dann gerät das Entscheidende aus dem Blick. Genauso wenig wie der Zweck der Automobilindustrie darin besteht, Mobilität herzustellen, besteht der Zweck des Bankensystems in der Kapitalversorgung. Die Automobilindustrie stellt Autos her, um damit Profit zu machen, Banken vergeben Kredite, um Gewinn zu machen. Beide versuchen ihre Geschäfte so einzurichten, dass der Gewinn maximal wird &#8211; nur damit können sie ihr ökonomisches Überleben sicherstellen.</p>
<p>Zu kurz gegriffen ist auch die Forderung nach einer Verstaatlichung des Bankensektors. Wenn eine staatliche Bank nicht permanent mit Steuergeldern unterstützt werden soll, kann sie sich im kapitalistischen Markt auch nicht viel anders verhalten als eine Privatbank. Nicht die jeweiligen Spieler (ob öffentlich oder privat) sind das Problem, sondern die Spielregeln. Soll versucht werden, über ein verstaatlichtes Bankensystem die kapitalistische Produktion in gesellschaftlich sinnvolle Bereiche zu lenken oder sie wenigstens weniger krisenhaft zu machen, dann muss auch in den kapitalistischen Charakter dieser Produktion eingegriffen werden. Die Verstaatlichung einiger Schlüsselindustrien (die sogar vom französischen Präsidenten Nicolas Sarkozy in die Diskussion gebrachtwurde) würde nicht viel ändern.</p>
<p>Im Unterschied zu manchen Marxisten hatte Marx kein naives Vertrauen in Verstaatlichungen. Um die Spielregeln zu ändern, müsste die Produktion nämlich nicht nur gesellschaftlicher Kontrolle unterworfen werden (was etwas anderes ist als staatliche Kontrolle), vor allem müssten die Ziele und Mittel der Produktion neu bestimmt werden. Solange jedoch Profitmaximierung und Konkurrenz vorherrschen, werden wir immer wieder Krisen wie die gegenwärtige erleben.</p>
<p>Erschienen in: <a href="http://www.taz.de/1/debatte/theorie/artikel/1/die-spielregeln-nicht-die-spieler/" target="_blank"><em>die tageszeitung</em> vom 14.1.2009</a></p>
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